Alles neu nur wegen eines gealterten Servers?

Projektangaben

Zeitpunkt

Dauer

Kunde

Juni 2018

1 Tag plus Vor- und Nacharbeit

Zahnarztpraxis

Windows Server 2003 ist eigentlich outdated. Unterstützt wird dieses Betriebssystem seitens des Herstellers schon lange nicht mehr und wird im öffentlichen Netz auch eher zum Sicherheitsrisiko, als zum Fels in der Brandung. In einem geschlossenen Netzwerk, das nicht mit dem Internet verbunden ist, gibt es dagegen nicht wirklich einen Grund, das Betriebssystem für den zentralen Server zu wechseln. Außer, die Hardware gibt auf, denn auf aktueller Hardware lässt sich Server 2003 aufgrund fehlender Treiber nicht mehr installieren.

Genau das war bei einem Neukunden leider der Fall. Ein Gespräch mit dem Hersteller der Praxissoftware brachte die Information, dass alle am Server hängenden Rechner mit einem gleich alten oder neueren Betriebssystem ausgestattet sein müssen. Das hätte nicht nur zur Folge, dass alle Arbeitsstationen, sondern auch gleich noch die Hardware für digitales Röntgen auszutauschen wären.

"Hätte doch der Zahnarzt rechtzeitig mit dem Tausch von Hard- und Software angefangen" so der Support der Fachsoftware.

"Hätte, hätte, Fahrradkette" geht mir durch den Kopf, denn dann würde der Zahnarzt jetzt mit drei, vier Jahre alten Rechnern, auf denen Windows 7 läuft, vor dem gleichen Problem stehen und müsste diese Rechner ein zweites Mal tauschen. Das wäre noch mehr Geld gewesen, das für nichts den Bach runter gegangen wäre, ohne einen praktischen Gewinn davon gehabt zu haben. Denn Hand aufs Herz: neue Rechner in den Behandlungszimmern schaffen keine besseren Bedingungen für eine exzellente Behandlung; neue Behandlungsinstrumente schon.

Der Lösungsansatz war schnell gefunden, die Umsetzung musste an einem Tag über die Bühne gehen. Daher waren umfangreiche Vor- und Nacharbeiten notwendig.

Ein neuer Server wurde konfektioniert und mit Debian GNU/Linux installiert. An einem Samstag erfolgte dann die Virtualisierung des bisherigen Servers und damit die Migration auf die neue Hardware. In Folge konnten umfangreiche Backup-Einrichtungen installiert und getestet werden.

Von Anfang an lief in der Praxis alles rund mit dem neuen physischen und dem darauf laufenden virtuellen Server. Das schafft die Möglichkeit in Zukunft koordiniert neue Hard- und Software in den Behandlungszimmern anzuschaffen - so wie das notwendig ist, nicht so, wie es Softwarehersteller vorgeben möchten.